Rot(h)enburger Städte- und Sportlertreffen 2019

Noch ist Polen nicht verloren. Möchte man meinen… Was uns aber in Polen erwartet hat, lässt leider das Gegenteil befürchten. Jedenfalls, was den Tischtennissport in Cerviensk angeht. Vor zehn Jahren noch haben wir an gleicher Stätte von hoch talentierten Junioren bei professionellen Bedingungen eine Lehrstunde erhalten.
Dieses Jahr sah alles ganz anders aus. Erwartet wurden wir im Schulhaus. Drei Tische, mit teilweise markanten Rissen drin, aufgestellt auf dem Gang des Schulhauses, auf rutschigem Plattenboden. Die Fenster auf beiden (!) Gangseiten geöffnet, verschieden farbige, verschieden grosse und verschieden weiche Bälle eingesetzt im Wettkampf, als Umziehkabine musste ein Schulzimmer herhalten, eine Dusche mit Wasser war nicht vorzufinden (wozu denn auch?) usw.
Kurz zusammengefasst: dem Tischtennissport schlicht nicht würdig. Nichts desto trotz hat der Wettkampf stattgefunden und die besten Spieler haben sich auch bei diesen widrigen Verhältnissen schlussendlich verdientermassen durchgesetzt. Erfreulicherweise auch in der Finalrunde vertreten war unsere Ursi, die mit einer fantastischen Leistung nach der anderen regelrecht auftrumpfte, den brillanten dritten Rang erkoren hat und nach eigener Aussage wohl noch nie so gut gespielt hat. Herzliche Gratulation!
Zum Glück ist Tischtennis während den jeweiligen Städte- und Sportlertreffen so eine Art «schönste Nebensache». Mindestens so wichtig ist das Zusammensein, die Gemütlichkeit, die verschiedenen Kulturen kennenzulernen, alte Kollegen und Kolleginnen der anderen Rot(h)enburg wieder zu treffen und natürlich die jeweilige Stadtbesichtigung, die ausserhalb des offiziellen Programms stattfindet. Dieses Jahr haben wir bereits zum zweiten Mal Dresden besucht. Die Stadt ist jedoch so schön, dass wir wohl auch beim nächsten Treffen in Polen nur schwer an dieser Stadt vorbeikommen. Alles in allem haben wir geniale vier Tage erlebt, viel gesehen, viel gelacht, wunderbar gegessen und die Zeit unter Freunden genossen.